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Welche hohe Meinung noch Luther über Maria hat, ist wohl nicht allen bekannt. Wenn auch Luther schroffe Töne anschlagen kann, so hat er gerade
in Bezug auf Maria (Magnifcatauslegung) ganz zarte und sanfte Töne angeschlagen. Sogar ein Marienlied Luthers ist uns überliefert und bringt das Staunen vor dem Wunder Gottes herrlich zum Ausdruck.
Maria -
Mirijam, der Name kam und kommt sehr häufig vor. Die Wurzel dieses Wortstammes könnte man vorsichtig übersetzen mit Bitterkeit, Betrübnis(?). Eine Biographie Mariens, der Mutter Jesu gibt es nicht. Es sind uns
nur Bruchstücke ihres Lebens erhalten, aber diese sind von großer Bedeutung. Betrachten wir erstens: Wo steht im Neuen Testament Mairens Name? Ich mein in welchem Zusammenhang? Ich habe beobachtet, daß an den
heilsgeschichtlich wichtigen Stellen auch Maria erwähnt wird. Das ist gewiß kein Zufall! 1. Bei der Geburt. 2. Bei dem ersten Zeichen, welches Jesus in Kana tat. 3. Bei der Entscheidungsfrage, wohin Jesus gehört -
zurück zu seiner Familie, wo ihn nicht alle verstanden, oder hat Jesus einen anderen Auftrag? 4. In Jerusalem, wo Jesus sein Ja zum Leid ganz deutlich offenbart. 5. Maria unter dem Kreuz. Sie erfährt von ihrem
geliebten Sohn die liebevoll Zuordnung an dessen Lieblingsjünger Johannes und ist wahrscheinlich mit im Jünger- und Jüngerinnenkreis während der schweren Tage und auch nach Ostern, denn 6. finden wir sie auch im
Jüngerkreis bei der Ausgießung des Heiligen Geistes.
Was ihre besondere Stellung ist, verraten die Evangelien. Bei Lukas wird sogar deutlich in der Frage der Cousine Mariens, Elisabeth, daß Maria
die Mutter des Herrn (Adonai) genannt wird. "Wie kommt es, daß die Mutter meines Adonais zu mir kommt? Woher wußte das Elisabeth, die Schrift antwortet: "durch den Heiligen Geist." Das heißt doch,
Gott kann uns Menschen den Verstand und das Herz so auftun, daß wir Dinge sehen und erkennen, die vielen verborgen bleiben. Nun wissen wir aber, daß Gott es will, daß alle Menschen gerettet werden und zur
Erkenntnis Gottes geführt werden. So hat Elisabeth, das, was ihr Gott ins Herz gab, ausgesprochen, auch für uns. Tatsächlich: Gott kommt durch diese Frau als Kind zu uns. Die älteste Bibelstelle über dieses
wunderbare Ereignis finden wir im Brief an die Galater (4,4,). Warum schreibe ich das alles, weil wir als Mönche von Wigberti nicht außerhalb der Kirche stehen, wenn wir sagen: Wir ehren Maria als die Mutter des
Herrn, als die Herausgerufene aus allen Frauen für dieses wunderbare Geheimnis Gottes. Maria sagt dazu Ja. Dieses Ja Mariens ermutigt uns auch Ja zu sagen. Maria wird wie ein Bild, wie eine Ikone, wie ein Wegweiser
auf Gott hin. Sie, durch die Christus einzieht, sie, die alle diese Worte über ihn, hörte und im Herzen bewahrte. Sie, der es wie ein Schwert durchs Herz ging, daß gerade ER, den sie unter dem Herzen getragen hatte
und von seiner besonderen Mission wußte, nun so leiden muß, so unverstanden verworfen wird. Welche Glaubenskämpfe mögen da im Herzen stattgefunden haben? Und Maria sagt: "Ich bin die Magd (eben dieses) des
Herrn." Für uns ist Maria einfach liebens- und verehrungswürdig, weil wir in unserem Herzen ihren Satz nie vergessen wollen: "Was Jesus euch sagt, das tut.!"
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